Friedrich-Engels-Str. 99
14473 Potsdam
Wandertour zu den unbekannten Seiten der Stadt
Eine Wandertour für Familien und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Flatowturm im Park Babelsberg wurde von 1853 bis 1856 nach Plänen von Johann Heinrich Strack in Anlehnung an den mittelalterlichen Turm des Eschenheimer Tors in Frankfurt am Main erbaut. Kaiser Wilhelm I. setzte damit die Potsdamer Bautradition fort, an herausgehobenen Plätzen Aussichtsgebäude zu errichten.
Der 46 Meter hohe, im neugotischen Stil errichtete Aussichtsturm steht innerhalb eines für die Bewässerung des Parks wichtigen Bassin. Das Kaiserpaar nutzte das Gebäude sowohl als Gästehaus als auch als Aufbewahrungsort für Objekte der eigenen Sammelleidenschaft. Den Besucher des weithin sichtbaren Wahrzeichens der Babelsberger Gartenlandschaft erwartet neben teilweise original ausgestatteten Räumen eine einzigartige Aussicht.
Vom Flatowturm geht es wieder zurück auf den Weg durch den Park Babelsberg entlang des Tiefen Sees. Wenn Sie an dieser schönen Stelle eine Pause einlegen möchten, so lädt auf der rechten Seite das Café "Kleines Schloss" ein. Kurz darauf öffnet sich der Park und gibt den Blick auf die Glienicker Brücke und zur rechten Seite auf das Schloss Babelsberg frei.
Der Park, der sich über mehrere Hügel erstreckt, wurde von Peter Joseph Lenné begonnen. Ab 1843 führte Hermann Fürst Pückler-Muskau die Planung des Landschaftsgartens auf der Grundlage des Lennéschen Wegesystems fort. In den Park sind Wasserspiele integriert, die im Jahr 2016 rekonstruiert wurden. Insgesamt gibt es fünf Brunnen, drei Wasserfälle, einen Bachlauf mit Quellfontäne, das Wilhelmbecken sowie das sogenannte Schwarze Meer. Überragt wird der Park vom Flatowturm, der Mitte der 19. Jahrhunderts entstand und dem Eschenheimer Tor in Frankfurt a. M. nachempfunden ist. Vom Park aus hat man einen wunderschönen Blick auf den Schlosspark Glienicke und die Glienicker Brücke, die durch den Austausch westlicher und östlicher Spione bekannt wurde.
Wenn Sie etwas mehr Zeit mitgebracht haben, lohnt es sich in Richtung des Schlosses durch die neu gestalteten "Playgrounds" und Wasserspiele zu flanieren. Am Fuße des Schlosses bietet sich zudem einer der schönsten Blicke über die Stadt und Potsdams Parklandschaft. Weiter geht es am Ufer der Glienicker Lake, vorbei am Dampfmaschinenhaus und über die Brücke zu Wartmanns Eismanufaktur. Im Garten genießen Sie nicht nur selbstgemachtes Eis, sondern auch einen schönen Blick auf den Griebnitzsee.
Das idyllische Café mit großem und gemütlichem Biergarten liegt direkt am Park Babelsberg. Es ist Anlaufstelle für alle, die an heißen Tagen eine kühle Erfrischung suchen oder sich im Winter bei einem heißen Getränk aufwärmen möchten. Zahlreiche Eissorten, allesamt aus eigener Herstellung, laden zum Probieren ein. Selbstgebackene und frische Kuchenvariationen werden ebenso angeboten wie warme Speisen.
Das Café ist saisonal geöffnet, liegt direkt am Fahrradweg und bietet einen Blick auf die Glienicker Brücke. Ein Ort, an dem Wohlfühlen und Lebensfreude in familiärer Atmosphäre gelebt wird. Der gemütlich eingerichtete Innenraum bietet weiteren Gästen einen Platz.
Das Café nimmt Gruppen bis zu 80 Personen an.
Wenn Sie Ihre Tour weiterführen möchten, gehen Sie einfach zur Waldmüller Straße vor und wenden sich nach links. Nach wenigen Minuten erreichen Sie die Königstraße. Gegenüber können Sie die Löwenfontäne im Schlosspark Glienicke bewundern. Auch wenn der Schlosspark einen eigenen Besuch wert wäre, wenden Sie sich nach links und sehen schon das nächstes Ziel: die Glienicker Brücke.
Die Glienicker Brücke liegt inmitten der maßgeblich von Lenné gestalteten Parklandschaft. Von hier geht der Blick zum Schloss und Park Babelsberg, der Heilandskirche von Sacrow und dem Schloss Glienicke. Die heutige Brücke stammt aus dem Jahre 1907. Die erste Verbindung über die Havel wurde allerdings schon im 17. Jahrhundert gebaut.
Zur Zeit der DDR verlief auf der Brücke die Grenze zu Westberlin. Deshalb war sie für den normalen Personenverkehr gesperrt. Berühmt wurde die Glienicker Brücke als Schauplatz von Agentenaustauschaktionen zwischen der Sowjetunion und den USA im Kalten Krieg. Einen Tag nach dem Mauerfall wurde sie wieder für Besucher geöffnet.
Auf der Glienicker Brücke sehen Sie schon das nächste Ziel, die Villa Schöningen mit den hochwertigen Kunstausstellungen und der Dauerdokumentation zu den Grenzbefestigungen rund um die Glienicker Brücke. Wenn Sie möchten, können Sie sich im Café stärken.
Die Villa Schöningen ist ein Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst in Potsdam. Gelegen an der Glienicker Brücke, einst eine der berühmtesten Grenzstellen zwischen Ost und West, ist die Villa ein historisch einmaliger Ort an historisch einmaliger Stelle. In der Villa, welche von Ludwig Persius im italienischen Villenstil entworfen wurde, werden heute wechselnde Ausstellungen hochkarätiger zeitgenössischer Kunst gezeigt. Mit ihren international beachteten Kunstausstellungen ist die Villa Schöningen zur festen Institution der Berliner und Brandenburger Kulturlandschaft geworden. Die Themen der innerdeutschen Teilung und des Kalten Krieges werden in den Ausstellungen immer wieder aufgegriffen und assoziativ umkreist. Auch der Park der Villa wird regelmäßig mit wechselnden Skulpturen-Ausstellungen bespielt, die sich im weitesten Sinne mit dem Geist des Ortes beschäftigen. Zudem bietet die Villa ein Café, das zum Verweilen und Genießen einlädt.
Von der Villa Schöningen gehen Sie entlang der Schwanenallee in Richtung Schloss Cecilienhof. Nach rechts bieten sich herrliche Blicke zur Pfaueninsel nach Berlin und zur Heilandskirche im Schlosspark Sacrow. Nach gut 500 Metern haben Sie am Hasengraben zudem die freie Sicht auf den Neuen Garten und das Marmorpalais. Achten Sie einmal auf die "Sichtachse" zwischen Marmorpalais und dem Schloss auf der Pfaueninsel. Da hatte König Friedrich Wilhelm II keinen schlechten Blick! Nach wenigen Minuten erreichen Sie das Schloss Cecilienhof.
Seit November 2024 ist das Schloss Cecilienhof wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Geplant sind unter anderem ein neuer erweiterter Besucherempfang, ein öffentliches Restaurant, ein Aufzug für den barrierefreien Zugang sowie die Reaktivierung der Hotelflächen, die nach der Fertigstellung wieder dementsprechend genutzt werden. Während der Dauer der Sanierung kann das Schloss jedoch digital erkundet werden: Auf Google Arts and Culture stehen virtuelle Rundgänge durch die historischen Räume der Potsdamer Konferenz sowie umfangreiche digitale Ausstellungen zu verschiedenen Aspekten der Schloss- und Nutzungsgeschichte kostenfrei zur Verfügung.
Churchill, Truman und Stalin haben im Schloss Cecilienhof im Neuen Garten Weltgeschichte geschrieben. Sie trafen sich hier im Sommer 1945 zur Potsdamer Konferenz und besiegelten das Schicksal Deutschlands und Europas. Gebaut wurde das Haus in den Jahren von 1913 bis 1917 im Stil eines englischen Landhauses. Kaiser Wilhelm II. ließ es für seinen erstgeborenen Sohn, den Kronprinzen Wilhelm, und dessen Gemahlin Cecilie errichten.
Nach dem Zusammenbruch der Monarchie durfte Wilhelm 1923 nach Potsdam zurückkehren und erhielt in dem inzwischen vom Staat enteigneten Schloss ein Wohnrecht auf Lebenszeit. Am Ende des Zweiten Weltkrieges floh der Ex-Kronprinz mit seiner Familie vor der herannahenden Roten Armee.
Im Schloss befindet sich heute eine historische Gedenkstätte, in der die Konferenzzimmer und Arbeitsräume der Teilnehmer der Potsdamer Konferenz besichtigt werden können.
Hinter dem Schloss treffen Sie auf einen Uferweg, der sich am Jungfernsee entlang schlängelt und immer wieder zu herrlichen Ausblicken einlädt. In westlicher Richtung führt er bis zur Glienicker Brücke. Zwischen 1961 und 1989 war die Sicht auf den See durch einen hohen Gitterzaun versperrt. Folgen Sie dem Uferweg zu einer künstlichen Grotte. Sie diente König Friedrich Wilhelm II. als Rastplatz für gesellige Stunden. Drei Räume befanden sich in dieser Muschelgrotte, die mit wertvollsten Materialien ausgestattet war. Die Grotte wird zur Zeit restauriert.
Direkt am Jungfernsee, in der Parkanlage des Neuen Gartens, liegt die Gasthausbrauerei. Das im preußisch-ländlichem Wirtshausstil eingerichtete Brauhaus verfügt über 200 Innen- und 200 Außenplätze. Im Sommer lädt der weitläufige Biergarten am Ufer des Jungfernsees mit beeindruckendem Blick auf Königswald und Glienicker Volkspark zu genussvoller Entspannung ein. Die Küche mit deutscher Hausmannskost sorgt für das leibliche Wohl. Die im Hause gebrauten prämierten Bierspezialitäten sind ein Hochgenuss, nicht nur für Bierliebhaber und interessierte Bierkenner.
Das malzig-würzige und vollmundige Hausbier Meierei-Hell, das Weizenbier, die Berliner Weisse und die saisonalen Spezialbiere sind sehr beliebt. Märzen, Rotbier, Maibock, das Potsdamer Schwarzbier, Herbstbock und das Weihnachtsbier sind nur einige der vielen Biersorten des Hauses. Es wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut, und das vielfältige Angebot an Biersorten wechselt alle vier Wochen.
Blankpolierte, kupferne Sudgefäße und die offenen Gärbottiche im historischen Eiskeller prägen das Bild dieser Brauerei. In den Obergeschossen befinden sich die Schroterei und das Malzlager.
Für Gruppen bietet das Restaurant Platz für etwa 70 Personen.
.
Frisch gestärkt geht es nun rechts in die Bertinistraße. Der Weg führt an vielen Villen mit wechselvoller Geschichte vorbei. Auf der anderen Uferseite sieht man den unberührt wirkenden Königswald, einst königliches Jagdrevier. Nach 15 Minuten taucht links auf einem Hügel die Villa Jacobs auf, 1835 durch Friedrich Ludwig Persius im toskanischen Landhausstil erbaut.
Ab hier beginnt ein fertiggestellter Weg direkt am Ufer des Jungfernsees. Nach so viel Kultur besteht hier - wo noch vor rund 30 Jahren Grenztruppen patrouillierten - die Möglichkeit, die Natur zu genießen, das Gesehene noch einmal Revue passieren zu lassen und zu guter Letzt ein kühlendes Bad im Jungfernsee zu nehmen.
Kurz bevor Sie die Nedlitzer Straße erreichen, kommen Sie wieder im Hier und Jetzt an: in modernem Gewand präsentiert sich das Innovationszentrum des SAP-Mitbegründers Hasso Plattner. Auf der Nedlitzer Straße gehen Sie 100 Meter nach links. Dort befindet sich die Tramhaltestelle "Campus Jungfernsee".
Die Karte ist visuell optimiert und nicht barrierefrei. Als barrierefreie Alternative für alle Inhalte nutzen Sie die textbasierte Ansicht
Start/Ende
Potsdam HbfFriedrich-Engels-Str. 99
14473 Potsdam