Bahnhofstraße
14947 Woltersdorf (Nuthe-Urstromtal)
Eine Wanderung von Woltersdorf nach Luckenwalde
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Bürgerbusch ist ein 135 Hektar großer, naturnaher Stadtwald nördlich von Luckenwalde, der vom Flüsschen Nuthe, dem Kreuzfeld- und dem Königsgraben durchzogen wird. Das Erholungsgebiet mit schmalen Wanderpfaden und lichten Wiesenwegen ist ein reizvolles Wandergebiet. Eine Besonderheit ist, dass hier nicht nur die bekannten märkischen Kiefern stehen, sondern ein schöner Laubmischwald gewachsen ist.
Nach diesen Waldsichten erreichen die Wandernden schließlich die Straße Trebbiner Tor in Luckenwalde. Weiter geht es auf dem Woltersdorfer Kirchsteig, Am Burgwall und Burg – ja, Luckenwalde hatte auch mal eine Burg! – in die Altstadt von Luckenwalde hinein. Am Markt begrüßt der Marktturm die Ankommenden.
Der Luckenwalder Marktturm löst bei Besuchern immer wieder Erstaunen aus. Aus einigen Perspektiven ist zunächst gar nicht ersichtlich, dass es sich um einen freistehenden Turm handelt, viele halten ihn für einen Teil der Kirche. Was ist also der Marktturm? Ist es ein Kirchturm? War er Teil der Stadtmauer? In seiner ursprünglichen Substanz ist der Marktturm romanisch-frühgotischen Ursprungs und war nur 19 Meter hoch. Wahrscheinlich wurde er als Zollturm gebaut. Um 1285 kam Luckenwalde in den Besitz des Klosters Zinna und der markante Turm wurde mit Klosterformatziegeln erhöht. Seit 1484 wird er als Glockenturm der St. Johanniskirche genutzt. Im Inneren des Marktturmes zieht sich eine Holzkonstruktion bis in das Glockengeschoss. An dieser sind die Glocken befestigt. Erst 1730 erhielt der Turm seine barocke Haube, die ihm sein markantes Gesicht verleiht. Leider existieren weder von der Erbauung noch von der ursprünglich intendierten Funktion urkundliche Überlieferungen.
Der Marktturm kann im Rahmen von Führungen bestiegen werden und bietet eine tolle Aussicht über die Stadt. Bei klarem Wetter kann man sogar den Berliner Fernsehturm sehen. Mehr Infos und Tickets gibt es im Heimatmuseum am Markt 11.
Ein kleiner Bummel durch die Stadt ist nett, bevor es dann wieder mit der Bahn zurück Richtung Heimat geht. Doch zuvor wäre bestimmt eine Stärkung super. Möglichkeiten zur Einkehr gibt es in Luckenwalde einige. So kommt nur wenige Schritte auf der Breiten Straße eine auffällige bordeauxrote Fassade in Sicht: Hier speist man italienisch.
Das junge Team des "Ristorante & Café Bel Fiume" liebt und lebt die italienische Leidenschaft. Im Restaurant und Café wechseln sich klassische italienische Speise wie Pizza und Pasta mit schmackhaften Barista-Spezialitäten ab. Stets angerichtet mit Raffinesse und viel Liebe zum Detail. Alle Speisen können auch zur Abholung bestellt werden.
Nun ist es noch ein guter Kilometer bis zum Bahnhof Luckenwalde – von der Straße Haag gehts in die Kleine Weinbergstraße und dann rechter Hand in die Käthe-Kollwitz-Straße, vorbei an historischen Bürgerhäusern und Bauten aus der Neuzeit.
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