Am Bahnhof
51766 Engelskirchen
Weite Aussichten und tiefe Höhlen in Ründeroth
Eine Wandertour für Familien und Naturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der 18 Meter hohe Aussichtsturm wurde 1903 von den Bürgern von Ründeroth aus Bruchsteinen erbaut, um sich beim Landrat Richard Haldy zu bedanken, der dem Kreis Gummersbach von 1885 bis 1899 vorstand. Ihm verdankte Ründeroth im Jahr 1886 den Eisenbahnanschluss mit Bahnhof. Der Turm ist permanent geöffnet. 96 Stufen führen auf die Aussichtsplattform hinauf. Die Belohnung ist ein weiter Blick ins Aggertal und hinüber auf die Mucher Hochfläche.
Vom Haldy-Turm verlaufen Pfade und Wirtschaftswege entlang des „Höhlenwegs“ in Richtung des 254 Meter hohen Mühlenbergs. Er wird von Süden her nahezu umrundet.
Der Weg führt vorbei am für die Öffentlichkeit geschlossenen Eingang zur Riesenhöhle „Windloch“. Es war 2019 die Jahrhundertentdeckung, als nach 20-jähriger Suche Forscher einen Weg in das schon lange vermutete „Windloch“ fanden. Sie entdeckten dort ein riesiges unterirdisches Höhlensystem voller außergewöhnlicher Kristalle und Kalkgebilde. Mit mehr als 8.000 Metern ist das „Windloch“ die größte Höhle Nordrhein-Westfalens und deutschlandweit unter den größten 10.
Da die Höhle einen herausragenden nationalen Wert besitzt, soll sie vorerst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Doch kann man sich die filigranen Gipskristalle auf Schautafeln ansehen.
Wo die Straße Im Krümmel abzweigt, gelangt man auf einen Waldweg, der am Walbach entlang in Richtung Ründeroth führt, wo er in die Agger mündet. Am Rand des Naturschutzgebietes Agger-Tal befindet sich der Eingang zur Aggertalhöhle, die auf einer Führung erkundet werden kann.
Die Aggertalhöhle bietet einen Blick in die Frühzeit unserer Erde. Entlang des 1071 Meter langen Führungsweges folgt man den Spuren der Erdgeschichte. Man spürt die gewaltigen Kräfte, die das Kalkgestein ehemaliger Korallenriffe zu Gebirgen aufgetürmt haben. Hier gibt es Fossilien aus fernen Erdzeitaltern zu entdecken. Die Aggertalhöhle liegt im vor rund 400 Millionen Jahren entstandenen Riffkalk, als weite Teile des heutigen Mitteleuropas von einem tropischen Flachmeer bedeckt waren. Am Meeresboden breiteten sich Korallen aus, deren Spuren in der Aggertalhöhle zu bewundern sind.
Die Aggertalhöhle ist vom 1. April bis einschließlich 1. November jeweils von Donnerstag bis Sonntag und an gesetzlichen Feiertagen geöffnet.
Unter dem Titel »Erster Einblick« starten Führungen jeweils um 10.00, 11.15, 12.30, 13.45, 15.00 und 16.15 Uhr. Eine Führung dauert ca. 30 bis 45 Minuten. Es ist bei der Auswahl der Kleidung zu beachten, dass in der Höhle ganzjährig eine Temperatur von 6 bis 8 °C herrscht.
Künftig wird ein Höhlenerlebniszentrum die Gäste empfangen und Informationen zu den unterirdischen Attraktionen bieten.
Nach der Bekanntschaft mit fernen Zeiten der Erdgeschichte geht es wieder zurück auf den Weg am Walbach. Nach einigen Hundert Metern lassen sich an einer Wegbiegung im Wald kleine Trolle, Feen und Kobolde aus Naturmaterialien entdecken. Zwei Ründerotherinnen setzten die ersten Fabelwesen rund um die Aggertalhöhle in den Wald, dann taten es ihnen andere nach. Dem rauschenden Wasser des Baches folgend, gelangt man zur Mündung in die Agger am Rand von Ründeroth. Weiter am fließenden Wasser entlang läuft man zurück zum Bahnhof von Ründeroth.
Die Karte ist visuell optimiert und nicht barrierefrei. Als barrierefreie Alternative für alle Inhalte nutzen Sie die textbasierte Ansicht
Start/Ende
Bahnhof RünderothAm Bahnhof
51766 Engelskirchen