Hans-Dietrich-Genscher-Platz 1
06112 Halle (Saale)
Ausflug ins Archäologische Landesmuseum Halle (Saale) und in den Botanischen Garten
Ein Stadtrundgang für Naturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der umfangreiche Sammlungsbestand mit mehr als 16 Millionen Funden umfasst zahlreiche Stücke von europaweitem Rang, teilweise sogar von Weltgeltung, wie die berühmte „Himmelsscheibe von Nebra“, die zum UNESCO-Dokumentenerbe gehört. Aus diesem riesigen Bestand wurde eine Dauerausstellung und werden laufend Sonderausstellungen zusammengestellt. In den lichten Sälen des historischen Museumsgebäudes haben Archäologen Szenen aus dem Alltag der ersten Bewohner Mitteldeutschlands nachgezeichnet, die eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise zu den Wurzeln der europäischen Menschheitsgeschichte ermöglichen. Außergewöhnliche Inszenierungen lassen ein realistisches Bild stein- und bronzezeitlichen Lebens entstehen mit wilden Höhlenlöwen und imposanten Mammuts, nachdenklichen Neandertalern, eiszeitlichen Jagdrevieren, Schamanen, Totenkammern, goldreichen Fürstengräbern und natürlich der „Himmelsscheibe von Nebra“ (mehr als 3.600 Jahre alt), der ältesten konkreten Himmelsdarstellung der Menschheit. Dank ihrer spannenden Fundgeschichte, die einem Krimi gleicht, ihrer geheimnisvollen astronomischen und mythologischen Symbolik, ihrer zeitlosen Ästhetik und des Glanzes des Goldes kann sich kaum ein Betrachter der besonderen Faszination dieses archäologischen Jahrhundertfundes entziehen.
Ausgewählte archäologische Funde werden monatlich online als Fund des Monats vorgestellt. Daneben geben downloadbare Flyer zu aktuellen Ausgrabungen Einblicke in die Arbeit der Bodendenkmalpflege. Das Landesmuseum lädt dazu ein, mittels Virtual Reality in die faszinierende Welt der Stein- und der Bronzezeit einzutauchen und sie auf neue und überraschende Weise zu erleben. So wird deutlich, dass Sachsen-Anhalt über einen ungewöhnlich reichen Bestand an archäologischen Denkmalen aller ur- und frühgeschichtlichen sowie späteren Epochen verfügt.
Nach so viel ferner Vorzeit sollte nun die Rückkehr ins Heute auf dem Plan stehen. Kommen Sie mit auf einen Spaziergang durch den Hallenser Norden, der normalerweise keine Touristenroute ist. Ziel ist der Botanische Garten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Unterwegs begegnet Ihnen die auf einem Hügel errichtete evangelische Pauluskirche aus roten Klinkersteinen.
Der Botanische Garten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg besteht seit über 300 Jahren und war der erste seiner Art im damaligen Preußen. Im Jahre 1698, bereits vier Jahre nach der Gründung der Universität Halle-Wittenberg, wurde er nördlich der kurfürstlichen der Moritzburg eingerichtet. Ursprünglich diente er als Küchengarten und ein kleiner Bereich als Arzneigarten.
Heute beherbergt das fünf Hektar große Gelände rund 12.000 Pflanzenarten, von denen etwa 6.000 in den Gewächshäusern gedeihen. Die thematisch gegliederte Freilandpflanzensammlung, der Garten mit den alpinen Pflanzen sowie die Wald- und Steppengebiete repräsentieren einen Querschnitt der Pflanzengeographie weltweit.
Auf dem Gelände steht als Wahrzeichen des Botanischen Gartens die Sternwarte von 1788, die von Carl Gotthard Langhans, dem Architekten des Brandenburger Tores in Berlin, entworfen wurde. Der Botanische Garten gehört zum Netzwerk „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt“.
Zurück geht es nun von der Tram-Haltestelle „Moritzburgring“ mit den Linien 7 und 8 in die Innenstadt bzw. mit Umsteigen am Marktplatz zum Hauptbahnhof.
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Hauptbahnhof Halle (Saale)Hans-Dietrich-Genscher-Platz 1
06112 Halle (Saale)