Bahnhofstraße
17109 Demmin
Kanutour auf der Peene nach Demmin
Eine Kanutour für Naturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Um 1850 wurde das Gutshaus „Haus Demmin“ für den Vorwerker Gutsherrn von Podewils erbaut. Später nutzte das Haus Herr Hans-Joachim von Rohr als Herrensitz bis 1945, danach war es Internat der Oberschule. Nachdem die Stadt 1991 das Gebäude der Familie von Rohr für einen symbolischen Preis überlassen hatte, war es häufig Ziel von Zerstörungen. 1997 brannte es bis auf die Außenmauern nieder. Seit 2004 ist „Haus Demmin“ von der Familie von Rohr der Hansestadt überlassen worden. Das Gelände soll zu einem öffentlichen Park umgestaltet werden. Diese einmalig gelegene geschichtsträchtige Anlage, soll Demminern sowie den Gästen der Stadt erhalten bleiben. Dazu muss auch die Burgruine hinter dem „Haus Demmin“, aus dem 12. und 13. Jahrhundert, auf welcher die westpommerschen Herzöge residierten, gesichert werden. 1128 traf sich hier Bischof Otto von Bamberg auf seiner II. Missionreise mit dem Pommernherzog Wartislaw I. Mitte des 17. Jh. wurde der Turm gesprengt. So wird die gesamte Anlage noch lange mit dem interessanten historischen Hintergrund sichtbar bleiben.
Nur wenige Flussmeter weiter erreichen Sie die Fischerinsel mit dem Hanseviertel, einem nachgestalteten mittelalterlichen Dorf. Am Wasserwanderrastplatz können Sie Ihr Boot an Land ziehen und sich das Museumsdorf anschauen.
Von der Peene umflossen, entführt die Fischerinsel mit dem Hanseviertel in die Zeit des Mittelalters. Im Museumsdorf erleben die Besucher mit, wie einst Körbe geflochten, Brot gebacken, geschmiedet und gefilzt wurde. Zu den mittelalterlichen Märkten bieten Händler und Handwerker ihre Waren feil, es gibt Mittelalterfeste und Ritterkämpfe.
Eine Brücke führt von der Baumannstraße auf die Insel. Ein Wasserwanderrastplatz lädt Paddler ein zum Zwischenstopp.
Das Museumsdorf ist in der Saison von Mai bis September täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Gegenüber vom Hanseviertel am Peenehafen liegen die alten Speicher der Hansestadt. Zum Teil werden sie noch als Speicher genutzt. Der einstige Getreidespeicher, der um 1820 errichtet wurde, entwickelt sich zur Kulturstätte. Paddeln Sie weiter, schlägt die Peene hinter dem Bollwerk einen großen Bogen – danach haben Sie den Wasserwanderrastplatz vom Kanuhaus erreicht und können Ihr Boot wieder abgeben. Entweder, Sie lassen sich nun vom Team mit dem Kleinbus zum Bahnhof bringen, oder Sie laufen die 4 Kilometer und schauen sich noch ein bisschen in der Hansestadt um. Der Weg führt die Loitzer Straße, die Holstenstraße und die Rudolf-Breitscheid-Straße entlang zum Marktplatz mit dem originalgetreu wiederaufgebauten historischen Rathaus und zum Kirchplatz mit der St. Bartholomaei Kirche.
Der Backsteinbau wurde 1867 von keinem Geringeren neu gestaltet als vom preußischen Baumeister Friedrich August Stüler. Mit einem fast 100 Meter hohen Turm gehört die Kirche zu den größten Stadtkirchen im vorpommerschen Raum.
Ihr Name geht zurück auf den Jesu-Jünger Bartholomäus, im Neuen Testament auch Nathanael genannt, der von einwandernden Siedlern als Schutzpatron ihrer Zünfte verehrt wurde. Ungewöhnlich hell ist der Innenraum der dreischiffigen Hallenkirche, der derzeit nach Stüler-Vorlagen von 1867 restauriert wird. Besonderheiten im Innenraum sind neugotische Fresken und Glasfenster mit Szenen aus der Bartholomäus-Nacht.
Beim Eintritt fallen Gästen lebensgroße Gipsskulpturen im Chorraum sowie die Stüler-Kanzel ins Auge. Sie wurde der Form des Steinturmes nachempfunden und ist mit fünf Statuen gestaltet, der des Bischofs Otto von Bamberg, der des pommerschen Herzogs Wartislaw I., der von Alwinius, des ersten Priesters der Kirche, der von Martin Luther sowie der von Johannes Bugenhagen. In einer ständigen Dauerausstellung wird über die Person und die Missionarsreise Otto von Bambergs berichtet, der in Demmin Station machte. 2011 feierte die Kirche das zehnjährige Jubiläum der Buchholzorgel.
Folgen Sie weiter der Rudolf-Breitscheid-Straße, kommen Sie am Pulverturm und am Luisentor vorbei. Der runde Turm von 1571 ist der einzige noch erhaltene von ursprünglich 27 Türmen und Toren der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Und es steht auch nur noch ein Stadttor.
Das Tor hieß bis 1821 Kuhtor, früher trieben hier die Ackerbürger die Kühe morgens hinaus und abends zurück. Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang waren die Torflügel verschlossen. Das Tor diente zur Stadtsicherung. Das Erdgeschoss besteht aus Feldsteinen mit spitzbogiger Durchfahrt (ca.13. Jh.), der rechteckige Torturm aus Backstein mit Blendschmuck (ca. 15. Jh.). Er trägt ein Satteldach zwischen den Staffelgiebeln. Unterhalb des Giebelansatzes gab es einen hölzernen Wehrgang. Seit einem Besuch der preußischen Prinzessin Luise in Demmin wurden das Tor und die Straße 1821 nach ihr umbenannt. Bis 1844 wurde am Luisentor noch Stadtzoll erhoben. Das Luisentor wurde schon vielfältig genutzt und war schon Gefängnis, Gaststätte und von 1952 bis 2002 Jugendherberge. Seit der Modernisierung 2006 wird es von der Stadt für ihre Gäste genutzt.
Vom Luisentor sind es noch 1,3 Kilometer Weg, und Sie haben den Bahnhof erreicht. Folgen Sie weiter der Loitzer Straße und biegen Sie dann rechts in die Pfarrer-Wessels-Straße ein. Vorbei am Ernst-Barlach-Platz gelangen Sie schließlich auf die Bahnhofstraße. Zugegeben, die Strecke ist nicht ohne. Doch nachdem Sie beim Paddeln die Arm-Muskulatur gut trainiert haben, waren jetzt die Beine dran…
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