Friedrich-Engels-Str. 99
14473 Potsdam
Mit dem Rad rund um die Potsdamer Havelseen
Eine Radtour für Familien und Kulturliebhaber
Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Züge sind begrenzt und eine Mitnahme des eigenen Rads kann je nach Auslastung nicht garantiert werden.
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die pedales Radstation direkt am Potsdamer Hauptbahnhof ist ein zentral gelegener Fahrradverleih. Der Fahrradladen mit Werkstatt vermietet in großer Anzahl verschiedenste Arten von Rädern, darunter auch E-Bikes, Tandems, Lastenräder und Kinderräder.
Die Leihräder sind mit Schlössern und Körben ausgerüstet. Weiteres Zubehör, unter anderem Helme oder Fahrradanhänger können ebenfalls ausgeliehen werden.
Vom Hauptbahnhof radeln Sie über die große Kreuzung in die Leipziger Straße und biegen nach ca. 1 km rechts in die Templiner Straße ein, auf der Sie stadtauswärts fahren. Schon nach knapp 5 km ist die Halbinsel Templin erreicht. Im Waldbad am Templiner See lockt an heißen Tagen ein erstes Badevergnügen.
Das Waldbad Templin liegt ruhig am Templiner See in Potsdam und bietet somit den perfekten Zufluchtsort aus der Stadt.
Das Bad bietet:
FKK-Bereich
Kinderspielplatz
Badeinsel
Wasserrutsche
Beachvolleyball- und Fußballplatz
Rasenschach
Motorboot mit Spaßbanane
Ruderboot-, Tretboot- und Kajakverleih
Pool für die Kleinsten
Liegestühle und Strandkörbe.
Kulinarisch versorgt wird man im Gastronomiepavillon mit Biergarten oder in der Braumanufaktur Forsthaus Templin gegenüber des Strandbades.
Für Gäste, die länger verweilen möchten, gibt es Bungalows und feste Bootsliegeplätze.
E-Tickets können über die Webseite erworben werden.
Auf der Templiner Straße erreichen Sie nach knapp 2 km Caputh. Das Schloss mit dem an den Templiner See grenzenden Lennépark erblicken Sie nach einigen 100 m auf der rechten Seite.
Schloss und Park Caputh liegen malerisch am Ufer der Havel, nur wenige Kilometer von Potsdam entfernt. Die frühbarocken Deckengestaltungen mit Gemälden und Stuckaturen prägen das Landschloss von Dorothea, der zweiten Gemahlin des Großen Kurfürsten. Die heute ausgestellten Kunstwerke, wie z. B. Lackmöbel, Porzellane, Fayencen, Skulpturen und über 100 Gemälde, vermitteln einen Eindruck von höfischer Kunstentfaltung und fürstlicher Wohnkultur um 1700. Besonders sehenswert ist der Sommerspeisesaal mit ca. 7500 niederländischen Fayencefliesen im Souterrain des Hauses. Neben der musealen Nutzung finden zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen statt. Es besteht auch die Möglichkeit für standesamtliche Trauungen. Zum Schloss gehört ein kleiner, Anfang des 19. Jahrhunderts in Anlehnung an einen Plan von Peter Joseph Lenné geschaffener Landschaftsgarten.
Folgen Sie der Straße der Einheit vom Schlossausgang bis kurz vor dem Anleger der Seilfähre. Gönnen Sie sich etwas entpanntes Genuss-Radeln entlang der Uferpromenade in Caputh und lassen Sie Ihre Seele vom Flair dieses bezaubernden Ortes streicheln, während Sie den dahingleitenden Booten übers Wasser nachblicken. Nachdem Sie die Eisenbahnbrücke unterquert haben, führt Sie ein kurzer Weg auf den eigentlichen Tourenverlauf zurück. Noch etwa 5 km sind es von hier bis ins benachbarte Ferch, an der Südspitze des See. Am Ortseingang lockt das Strandbad Ferch alle Badewilligen ins kühle Nass.
Das Strandbad mit Pavillon und einer schönen Holzterrasse liegt an der Südspitze am Ufer des malerischen Schwielowsee's im Ortsteil Ferch. Mit 786 Hektar und einer Längenausdehnung von 5,4 km ist er der größte Havelsee im Flusslauf der mittleren Havel. Neben Badegästen genießen auch viele Ausflugsgäste bei Kaffee, Kuchen und Eis, den wohl schönsten Ausblick von der Seeterrasse auf den Schwielowsee. Weiterhin kann man am Strand relaxen, sich beim Beachvolleyball messen, ein erfrischendes Bad nehmen. Auch Kajaks gibt es im Standbad Ferch ab 3 Stunden bis zu einem Tag zu mieten. Wer übernachten möchte, der bucht sich eine der drei Ferienwohnungen oder platziert sich auf dem Campingplatz.
Auf der Dorfstraße erreichen Sie nach wenigen hundert Metern das Museum der Havelländischen Malerkolonie. Hinter dem Rathaus zweigt die Beelitzer Straße links ab, das Museum befindet sich hier gleich um die Ecke auf der linken Seite.
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts war Ferch am Schwielowsee unter Künstlern und Kunstinteressierten ein Begriff. Der kleine Ort hatte sich als "märkisches Malerdorf" einen Namen gemacht. Künstler wie Karl Hagemeister oder Carl Schuch gelten als Väter der hier gegründeten Havelländischen Malerkolonie. Sie liebten die Landschaft mit ihren vielen Seen und Flüssen und ihrer Nähe zu Berlin und Potsdam, die sie inspirierte und Motive für ihre Bilder lieferte.
Das Museum der Havelländischen Malerkolonie dokumentiert die Künstlerlandschaft um den Schwielowsee und widmet sich ihrer Untersuchung, Dokumentation und Bekanntmachung. Die Besonderheiten der Region - ihrer Landschaft und Architektur - werden im Zusammenhang mit der Kunst betrachtet. Die gesamte Havelländische Künstlerlandschaft lädt zur Erkundung aller Künstlerorte ein. Das Museum befindet sich in einem mit Schilfrohr gedeckten Kossätenhaus gegenüber der Fischerkirche in der historischen Ortsmitte von Ferch.
Den Schwerpunkt der Ausstellung und des aufzubauenden Sammlungsfundus bilden originale Kunstwerke, Grafiken, Zeichnungen, Skizzenblätter etc. der nachweislichen Havelländischen Künstler und ihrer Lehrer. Diese Objekte repräsentieren die künstlerischen Stilrichtungen, Techniken und Ausdrucksweisen der Maler. Das Kerninteresse liegt dabei auf Arbeiten, die im Havelland entstanden sind bzw. Havelländische Motive darstellen.
Das reetgedeckte Kossätenhaus ist das letzte erhaltene Kossätenhaus in der Ortschaft Ferch und wurde wahrscheinlich Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet. Es zählte zu den typischen Motiven der havelländischen Landschaft und war ebenfalls beliebtes Motiv der Landschaftsmaler. Das Gebäude vereint die Bereiche Denkmal und Museum an einem Ort und wirkt auf kultur-, orts- und geschichtlich interessierte Besucher wie auf Kunstinteressierte gleichermaßen anziehend.
Nahe dem Seeufer umrunden Sie die Südspitze des „Schwielows“. Am nördlichen Ortseingang von Ferch, etwa 1,5 km weiter, befindet sich linkerhand der Japanische Bonsaigarten, ein Kleinod, das Sie keinesfalls links liegen lassen sollten. Auf der Sonnenterrasse des Teehauses mit Blick auf den Zen-Garten lässt es sich bei traditionell japanischen Gebäck- und Teespezialitäten herrlich entspannen.
Der japanische Bonsaigarten in Ferch am Schwielowsee ist ein gärtnerisches Kunstwerk und gleichzeitig das Zentrum japanischer Kunst und Kultur im Land Brandenburg.
Schon beim Eingang eröffnet sich dem Besucher eine Welt voller farbenprächtiger Azaleen, japanischer Ahorne und edler Zierkirschen. Ein Sandweg schlängelt sich durch eine leicht hügelige Moosfläche rund um den natürlich angelegten Teich, der sich zu Fuß umrunden oder auf verschiedenen Steinbrücken überqueren lässt. Auf dem Weg entlang wandelnd, entdeckt man die bis 180 Jahre alten Bäume in Schalen - die Bonsais. Direkt am Teichrand ragt ein Pavillon mit einem geschwungenen Dach empor. Von hier aus kann der Besucher die echten japanischen Farbkarpfen, sogenannte Kois bewundern, im hinteren Bereich stehen die beeindruckenden Miniaturbäume zur Schau.
Traditionelle Gebäck- und Teespezialitäten aus Japan werden im Teehaus serviert, die man auf der ruhigen Sonnenterrasse mit Blick auf den Zen-Garten genießen kann. Im Haus können einzigartige Keramik, kleine Souvenirs oder auch ausgewählte Bonsai-Bäume erworben werden.
Während des Laternenfestes „Toro-Matsuri“ im Herbst jeden Jahres, werden die Gartenbäume eindrucksvoll beleuchtet. Ein Lichtermeer aus japanischen Steinlaternen, handgefertigten Bambuslampen und Holzlaternen erwarten die Besucher.
Termine sowie weitere Informationen zum Japanischen Laternenfest entnehmen Sie bitte der Webseite des Anbieters.
Nur knapp 2,5 Kilometer entfernt erreichen Sie den Gutspark in Petzow auf dem Radweg, der die Fercher Straße gen Norden begleitet. Wenn Sie genügend Zeit mitgebracht haben, besichtigen Sie nach einem Parkspaziergang das Waschhaus inmitten der Anlage. Früher wurde hier die Wäsche der Schlossbewohner gewaschen, heute befindet sich in dem reetgedeckten Backsteinhaus das Heimatmuseum.
Eine kleine Ausstellung widmet sich der Kulturgeschichte der Wäschepflege. Zu den sehenswerten Exponaten zählen historische Bügeleisen und erste Modelle von Waschmaschinen. Das Schloss Petzow ist eine Mischung aus italienischem Kastell- und neugotischem Tudorstil und wurde nach den Plänen Schinkels errichtet.
Der berühmte preußische Baumeister entwarf auch die Kirche auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Besteigen Sie den Kirchturm und genießen Sie einen fantastischen Ausblick über die Havelseen.
Im Jahre 1838 wurde nach Plänen des berühmten Landschaftsplaners Lenné der ausgedehnte Landschaftspark angelegt. Er erstreckt sich südlich des Schwielowsees. Im Park befinden sich verschiedene historische Gebäude wie die Schinkelkirche, das Waschhaus, eine Fischerhütte und die Alte Schmiede mit Restaurant. Das Schloss ließ Carl Friedrich August Kaehne 1825 errichten. Baulich ist es eine Mischung aus italienischem Kastell und englischem Tudorstil.
Dem Ort Petzow hat der Dichter und Reiseschriftsteller Theodor Fontane in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ein ganzes Kapitel gewidmet. Er verglich die Lage des Ortes mit Sanssouci in Potsdam.
Von Petzow fahren Sie weiter Richtung Geltow. Nach ca. 2 km erreichen Sie die Havelbrücke. Fahren Sie gleich hinter der Brücke die Abfahrt nach rechts hinunter zum Havelufer. Hier befindet sich die wunderschöne Gaststätte „Baumgartenbrück“, von deren Lage schon Fontane in seinen „Wanderungen“ schwärmte. Bis heute hat der idyllische Biergarten unter schattigen Linden nichts von dieser Faszination eingebüßt – ein idealer Platz für eine kürzere oder längere Rast mit sagenhaftem Havelblick.
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Potsdam HauptbahnhofFriedrich-Engels-Str. 99
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