Sagenhafter Loben

Moorwanderung im Naturschutzgebiet der Loben

Start
Hohenleipisch
Dauer
4 h
Länge
11 km
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Seerosenteich im Naturschutzgebiet Der Loben, Foto: Tanne1949, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org
Lobenturm, Foto: Cordula Schladitz, Lizenz: Cordula Schladitz
Töpferei Biebach, Foto: Veit Rösler, Lizenz: Veit Rösler
Gasthof Goldener Löwe, Foto: Familie Krausch, Lizenz: Familie Krausch
Eckdaten zur Tour
„O‘ schaurig ist`s übers Moor zugehen…“ Grusel-Feeling, wie es die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff in ihrer Ballade „Der Knabe im Moor“ atmosphärisch heraufbeschwört, wird sich bei dieser Wanderung durch den „Loben“, eines der letzten intakten Moore Südbrandenburgs, nicht unbedingt einstellen. Nur an wenigen Stellen erinnern abgestorbene Birken und über den Wasserflächen liegende Nebelschwaden an die alten Schauergeschichten über Moore. Immerhin begegnen Sie auf dieser Tour vier großen Holzskulpturen, die Sie in die Sagenwelt des Lobens entführen. Am meisten aber fasziniert die Natur mit ihrer artenreichen Flora und Fauna, die dem Wanderer und Naturliebhaber einmalige Erlebnisse beschert. 

Der „Loben" ist ein etwa 100 ha großes Flachmoor. Gern werden die alten, nunmehr mit Seerosen überzogenen Torfstiche an der „Moorlinie" aufgesucht. Von hier bezieht die Kurklinik in Bad Liebenwerda den Badetorf für medizinische Behandlungen. Mit ein wenig Glück können Sie verschiedene Wasservögel wie Schwanenfamilien und Entenarten beobachten. Wasser ist das Lebenselixier eines Moores, die typischen Pflanzen eines Niedermoores wie Wollgras, Sonnentau, Sumpfporst und Glockenheide breiten sich wieder aus. Auch die Moorfrösche, der Kranich und die Seeadler sind zurückgekehrt. Vom Aussichtsturm „Der Loben“ schweift der Blick über die Landschaft. 

Da die eigentliche Wanderroute durch das Naturschutzgebiet mit 7,5 km recht kurz ist, empfiehlt sie sich auch für naturbegeisterte Familien. Hohenleipisch gilt historisch auch als Hochburg des Töpferhandwerks. Der Besuch in einer Töpferei und einer Gaststätte der "Regionalen Speisekarte" rundet den Tag ab. Für die insgesamt 10 km lange Tour sollten Sie ca. 4 Stunden reine Wanderzeit veranschlagen. 

Wenn Sie beim Wandern mehr über den sagenhaften Loben erfahren möchten, lassen Sie sich gerne von einem erfahrenen Ranger begleiten. Bitte beachten Sie, dass diese Wanderungen nur in einer Gruppe und mit Voranmeldung möglich sind (Tel. 035341-10192 bei der Naturwacht Brandenburg im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft). 
Eine Wandertour für Familien, Naturliebhaber und Entdecker

Start- und Endbahnhof

Startbahnhof
Bahnhof Hohenleipisch
3 Tourstationen
11 km / 4 Stunden
Endbahnhof
Bahnhof Hohenleipisch

Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.

Vorschau der App-Darstellung der Tour "SUP-Seeing in Potsdam" | © DB Regio Nordost

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Ablaufplan

Tourstart am Bahnhof Hohenleipisch

Wegbeschreibung

Lobenturm am Loben

Das Naturschutzgebiet „Der Loben“ ist eine der letzten großen und weitgehend intakten Moorlandschaften in Südbrandenburg. Hier gedeihen Wollgras, Moose und Gräser. Birken zwischen glitzernden Wasserflächen ebenso wie Schilf und abgestorbene Kieferstämme prägen das Bild. Einen Blick auf dieses kleine Naturwunder könnt ihr von dem etwa 7 Meter hohen Lobenturm erhaschen. Die Aussichtsplattform überragt die umliegenden Gehölze und wird von einem markanten, dreieckigen Dach geschützt. So lassen sich auch bei weniger gutem Wetter Laub- und Moorfröschen lauschen oder Kraniche, Seeadler, Rohrdommeln und Bekassinen beobachten. Im Herbst färbt sich das Pfeifengras orange. Der Turm liegt entlang eines 7 Kilometer langen Rundwanderweges durch den Loben.

Der Loben
04934
Hohenleipisch
Telefon: 035322 518066
E-Mail Adresse: info@naturpark-nlh.de
Lobenturm, Foto: Cordula Schladitz, Lizenz: Cordula Schladitz
Aussicht vom Lobenturm, Foto: TMB-Fotoarchiv/ScottyScout , Lizenz: TMB-Fotoarchiv/ScottyScout
Auf dem Weg zum Lobenturm, Foto: TMB-Fotoarchiv/ScottyScout , Lizenz: TMB-Fotoarchiv/ScottyScout

Wegbeschreibung

Vom Aussichtsturm Loben geht es nun in südlicher Richtung auf der „Goldgrubenlinie“ entlang zu den Hohenleipischer Wiesen. Kleinere und größere Moorbereiche liegen links und rechts des Weges. Grabungen förderten hier einst Keramik- und Kupfermünzen zutage, daher wurde dieser Ort im Volksmund „Goldgrube“ genannt. Etwa 1 km weiter südlich überqueren Sie den Neugraben, der einst angelegt wurde, um das Gebiet zu entwässern. Weiter geht es zu „Krügers Tongruben“. Die durch den Tonabbau entstandenen kleinen Teiche bieten einen idyllischen Rastplatz. Kiefern und Fichten bestimmen das Waldbild entlang des Kiepenweges, der zum Ausgangspunkt der Tour zurückführt.
Auf der Bahnhofstraße überqueren Sie die Bahngleise und gelangen so direkt nach Hohenleipisch hinein. An der Hausnummer 67 auf der rechten Straßenseite befindet sich die Töpferei Biebach. Hier lohnt sich unbedingt ein Besuch (Öffnungszeiten bitte telefonisch erfragen: Tel. 03533 7826).

Töpferei Biebach

Die Töpferei Biebach ist heute die letzte von ehemals 24 in Hohenleipisch bestehenden Töpfereien, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben wurde. In den alten Unterlagen bei der Handwerkskammer Cottbus ist verankert, dass der 1874 geborene Adolf Biebach im November 1903 in Hohenleipisch eine Töpferei gegründet hat. Der Betrieb hat zwei Weltkriege, den Sozialismus und das Eintauchen in das eiskalte Wasser der Marktwirtschaft überstanden. Hohenleipisch gilt in seiner Geschichte zweifellos als Hochburg des Töpferhandwerks; neben den 24 Töpfereien gab es hier auch noch 16 Ziegeleien. Die erste Erwähnung eines Töpfers in dem Ort stammt aus dem Jahr 1505. In der Töpferei Biebach arbeiten heute noch Töpfermeister Andreas Biebach und seine Ehefrau Nicole Biebach – diese als Keramikmalerin.

Bahnhofstraße 67
04934
Hohenlepisch
Telefon: 03533-7826
E-Mail Adresse: toepferei.biebach@gmail.com
Lobenturm, Foto: Cordula Schladitz, Lizenz: Cordula Schladitz
Aussicht vom Lobenturm, Foto: TMB-Fotoarchiv/ScottyScout , Lizenz: TMB-Fotoarchiv/ScottyScout
Auf dem Weg zum Lobenturm, Foto: TMB-Fotoarchiv/ScottyScout , Lizenz: TMB-Fotoarchiv/ScottyScout

Wegbeschreibung

Gehen Sie auf der Bahnhofstraße weiter bis ans Ende, wo sie in die Berliner Straße einmündet. Hier biegen Sie links ein. Wo die Döllinger Straße einmündet, wird die Berliner Straße zur Dresdner Straße. Nach ca. 100 m erreichen Sie auf der rechten Seite die Gaststätte „Zum goldenen Löwen“, wo Sie die Tour bei schmackhafter Lausitzer Küche ausklingen lassen können. 

Gaststätte "Zum goldenen Löwen"

Der Landgasthof „Zum goldenen Löwen“ ist ein familiengeführter Betrieb in vierter Generation und bietet seit über 100 Jahren regionale Gastlichkeit mit einem gemütlichen Biergarten und köstlicher Lausitzer Küche. Ob ihr einfach nur entspannen oder das Elbe-Elster-Land erkunden möchtet – das Haus ist der perfekte Ort dafür.
Direkt neben dem Wirtshaus befindet sich die komfortable Heidepension „Anja“, die fünf geräumige, liebevoll eingerichtete Gästezimmer mit modernen Annehmlichkeiten wie Flachbild-TV, Dusche/Badewanne, WLAN und kostenfreien Parkplätzen bietet. Für Radfahrer und Biker steht eine abschließbare Garage kostenfrei zur Verfügung. Kommt vorbei und erlebt eine entspannte Auszeit in einer wunderschönen Umgebung!

Dresdener Straße 16
04934
Hohenleipisch
Telefon: 03533 7592
E-Mail Adresse: info@zum-goldenen-Loewen.com
Mittwoch: 11:30 - 14:00 und 17:00 - 21:00 Uhr
Donnerstag: 11:30 - 14:00 Uhr
Freitag: 11:30 - 14:00 und 17:00 - 22:00 Uhr
Samstag: 12:00 - 14:00 und 17:00 - 22:00 Uhr
Sonntag: 12:00 - 19:00 Uhr

Tourende am Bahnhof Hohenleipisch

Wegbeschreibung

Um zum Bahnhof zu gelangen, gehen Sie auf der Dresdener Straße zurück und biegen dann nach rechts in die Döllinger Straße ein. Nach etwa 500 m erreichen Sie den Bahnhof (Richtung Berlin überqueren Sie die Bahngleise und biegen dann gleich links in den Weg Klosterberg ein, von dem ein Weg auf den Bahnsteig führt). 

Tourenkarte

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Start/Ende

Bahnhof Hohenleipisch

Döllinger Str. 46

04934 Hohenleipisch

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