Bahnhofstr.
06895 Zahna
Der Luther-Tetzel-Weg von Zahna nach Bülzig
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die romanische Kreuzkirche mit dem wuchtigen Turm entstand ab dem Jahre 978. Im 12. Jahrhundert bauten flämische Einwanderer die Kirche um, so dass sie heute als älteste Flämingkirche gilt. Im 15. Jahrhundert wurden Seitenschiffe und Kirchtürme zerstört und nie wieder aufgebaut. Daher wirkt die Kirche etwas gedrungen und klobig. In der Kirche wurde wohl der letzte Herrscher von Zahna, der sächsische Landesvogt und Ritter Albrecht von Leipzig, begraben. Die Gläubigen machten auf ihrem Weg von Wittenberg nach Jüterbog zum Ablasshändler Johann Tetzel hier wahrscheinlich Halt.
Wenn Sie ein bisschen Zeit mitbringen und Lust haben, dann besuchen Sie noch das Bauernmuseum Zahna, das sein Domizil in der Jüterboger Straße 37 hat, die gleich an der Kirche beginnt.
Der alte flämische Bauernhof, der heute das Museum beherbergt umfasst eine Fläche von 1800 Quadratmetern. Das Wohnhaus des Vierseitenhofes wurde im Jahre 1730 erbaut und präsentiert sich heute als Museum in Scheune und Stall, Schmiede und der Wohnung des Bauern aus denn 1920er Jahren. Sehenswert ist die Traktorenausstellung von Lanz-Bulldog-Traktoren sowie Traktoren aus DDR-Produktion. Die Sammlung verschiedener Ackergeräte der letzten Jahrhunderte zeigt deutlich, wie stark sich die Landwirtschaft in den vergangenen hundert Jahren weiterentwickelt hat. Im Wohnhaus erhalten Besucher einen Einblick in das Alltagsleben einer Bauernfamilie zu Beginn des letzten Jahrhunderts. In der Heimatstube vermitteln Dokumente und Gegenständige die Geschichte und Entwicklung der Stadt Zahna.
Eine Bauernstube im Wohnhaus bietet 50 Personen Platz und lädt zum Verweilen ein. Auch für private und betriebliche Feiern kann die Bauernstube gemietet werden.
Laufen Sie dann über Burgstraße und Parkplatz in den Schulweg, der Sie zur Külsoer Straße bringt. Biegen Sie links ein und folgen Sie dem Weg mit kleinen Schottersteinen durch ein schönes Waldgebiet, bis Sie zur Wiese mit den Skulpturen gelangen. Hier wenden Sie sich nach links und laufen „Am Holländer“ entlang. Immer wieder gibt die Wiese mit Schafen, den „natürlichen“ Rasenmähern, den Blick frei auf Skulpturen, die Ihre Gedanken beflügeln.
Der Skulpturenpark Bülzig der Evangelischen Kirchengemeinde „Sankt Marien“ Zahna ist eine rund 20 Hektar große Wiese mit dem Bachlauf des Bülziger Grabens und kleinen Waldstücken. Hier schufen seit dem Jahr 1993 verschiedene Künstler Skulpturen aus Holz, Metall und anderen Materialien zum Thema „Engel“. Die Skulpturen sind inzwischen mit der Landschaft verwachsen und laden ein zum Anschauen, Anfassen und Nachdenken. Die Kunstobjekte werden nicht gehegt und gepflegt, sie sind – wie alles – vergänglich.
Nach diesem Exkurs bringt Sie der Weg „Am Holländer“ zur Straße Untere Linden. Folgen Sie dieser rechter Hand und laufen Sie durch Bülzig, gelangen Sie direkt zur Haltestation der Bahn.
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