Bahnhofstraße
01824 Königstein
Wandern und kraxeln auf Lilienstein und Gamrig
Eine Aktiverlebnis für Naturliebhaber, Entdecker und Abenteurer
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der imposante, weithin sichtbare Tafelberg gehört zu den markantesten und meistfotografierten Sandsteinfelsen in der Sächsischen Schweiz. Sein Gipfel liegt in 415 Metern Höhe und hat ein großes, bewaldetes Plateau. Im Mittelalter, um 1200, stand hier eine kleine Burg, wie Ausgrabungen von Mauerresten und Funde belegen. Im Jahre 1379 tauchte dann erstmals der Name „Ylgenstein“ auf – der Lilienstein hat also nichts mit der Blume zu tun. Anno 1708 wurden auf der Südseite Stufen in den Stein geschlagen, damit August der Starke den Gipfel erklimmen konnte. An dieses Ereignis erinnert ein vier Meter hoher Obelisk. Auch an der höchsten Stelle des Liliensteins steht eine 16 Meter hohe Gedenksäule. Diesen Obelisken ließ der Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz 1889 anlässlich des 800-jährigen Bestehens des sächsischen Herrscherhauses der Wettiner errichten.
Gegenüber lädt die „Felsbaude“ mit Gaststube und Biergarten von April bis September Freitag bis Montag 11 – 17 Uhr, im Oktober 11 – 16 Uhr und im November 11 – 15:30 Uhr zur Einkehr ein (www.hotel-lilienstein.de/felsbaude-saechsische-schweiz). Schon im Jahre 1873 eröffnete auf dem Lilienstein die erste Bergwirtschaft. Eine einfache Materialseilbahn sorgt bis heute für den Transport des Notwendigen. Es gab auch einmal Pläne für eine Bergbahn, die jedoch nicht realisiert wurden. Die schönsten Aussichtspunkte liegen auf Felsen, die über Stiegen zu erreichen sind. Am Lilienstein gibt es auch gekennzeichnete Kletterfelsen für Sportkletterer.
Hinunter geht es über den Nordaufstieg, durch den Wald und dann den Kirchweg entlang durch Felder und Wiesen in Richtung Waltersdorf. Sie erreichen die Liliensteinstraße und laufen durch den Ort, den um 1500 fränkische und niedersächsische Bauern gegründet hatten. Jahrhundertelang von Landwirtschaft geprägt, bietet er heute Wanderern viele schöne Urlaubsquartiere. Kurz vor dem Ortsausgang biegen Sie links in die Rathener Straße, passieren einen Parkplatz und folgen dann der Ausschilderung zum Einstieg in den Gamrig.
Der Gamrig ist eine kleine Felsgruppe zwischen Waltersdorf und dem Kurort Rathen. Die Rathener bezeichnen ihn gern als ihren „Hausberg“. Seine Spitze liegt auf 253 Metern Höhe, rund 300 Stufen sind es bis oben. Der berühmte Maler Caspar David Friedrich hatte den Gamrig 1808 gezeichnet und das Motiv der Felsgruppe für sein Bild „Wanderer über dem Nebelmeer“ verwendet. Das Plateau bietet einen weiten Blick zu Lilienstein, Festung Königstein, Bastei und auf das Elbtal. Schauen Sie auch noch kurz in die Gamrighöhle hinein, die Sie in Sichtweite der Rathener Straße am Fuß der Südseite finden. Diese Höhle entstand durch Auswaschungen des Sandsteins, der hier besonders porös ist. Obendrein wurde der Stein hier Ende des 19. Jahrhunderts auch abgebaut und zu feinem Sand zerrieben – er ließ sich gut zum Scheuern und Putzen verwenden. Mit seinen sechs Klettergipfeln ist der Gamrig auch ein beliebtes Klettergebiet für Sportler.
Durch den Aspichgraben geht es nun hinunter in den Luftkurort Rathen. Sie passieren das Haus des Gastes und folgen der verkehrsberuhigten Straße „Zum Grünbach“, auf der es sich vortrefflich flanieren lässt, bis zum Elbufer. Kleine Cafés, Gasthäuser und Läden liegen am Wegesrand. Besonders schön sitzt es sich auf der kleinen Promenade am Elbufer mit Blick auf den Fluss und die Elbfähre. Die sogenannte Gierseilfähre ist etwas Besonderes, denn sie fährt sehr umweltschonend ohne Motor. Die Fähre F7 nutzt die Strömung des Flusses und wird durch ein Drahtseil gehalten, das am Flussufer verankert ist. Sie verkehrt in der Saison wochentags von 4.30 Uhr bzw. 5.30 am Wochenende bis 1 Uhr. Mit der Fähre gelangen Sie zum Bahnhof am anderen Elbufer. Bevor Sie jedoch wieder in den Zug steigen, können Sie sich noch die liebevoll gestaltete Garteneisenbahnanlage anschauen.
Am linksseitigen Ufer der Elbe präsentiert sich auf 7.500 Quadratmetern die barrierefrei zugängliche Garteneisenbahnanlage im Maßstab 1:25. Die originalgetreuen Modelle drehen auf einer Gleislänge von 4.600 Metern ihre Runden, vorbei an 225 Miniatur-Sehenswürdigkeiten wie Moritzburg und Burg Stolpen und Nachbildungen historischer Bahnhöfe. Auch ein Stück echte Schweiz gibt es hier: den Glacier-Express und das Matterhorn mit dem berühmten Viadukt.
Von den Miniaturbahnen sind es nur wenige Schritte zur „echten“ Bahn, die Sie wieder bequem zurück in Richtung Dresden bringt.
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