Nizza des Ostens an der Ostseeküste
Eckdaten zur Rundtour
Heringsdorf
ca. 3 h
4 km
„Nizza des Ostens“ wurde Heringsdorf einst genannt – und „Badewanne der Berliner“. Denn mit dem Bau der ersten Villen im mediterranen Stil Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der hügelige Ort an der Ostseeküste zum vornehmen Seebad. Wer sehen und gesehen werden wollte, der fuhr nach Heringsdorf in die Sommerfrische. Bis dahin war der Flecken Erde eine namenlose Fischerkolonie. So machte folgende Geschichte die Runde: Als Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. 1820 mit seinen Söhnen den Swinemünder Hafen inspizierte, weilte er als Gast in der Villa des Oberforstmeisters Georg Bernhard von Bülow, übrigens ein Vorfahre von Loriot. Eines Tages nun sah der Kronprinz, der spätere Kaiser Wilhelm I., den Fischern beim Einsalzen ihres Fanges zu und nannte die kleine Ansiedlung einfach… Heringsdorf.  Bis heute prägen prunkvolle Villen in parkähnlichen Grundstücken das Bild des Ortes. Jede hat ihre spannende Geschichte. Die meisten Villen sind heute schicke Feriendomizile und Restaurants. Interessieren Sie sich für Bäderarchitektur, für Geschichte, Kunst und Kultur, ist Heringsdorf das ideale Ausflugsziel. Es muss nicht unbedingt ein Sommertag sein. Auch im Herbst und Winter ist ein Spaziergang durch den nun ruhigeren Ort einfach schön.
Ein Stadtrundgang für Kurztrip und Kulturliebhaber.